Theodor-Heuss-Brücke in Mainz (Foto: RA Scharrer)
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Rechtsanwalt Verkehrsrecht Kaiserslautern

Sie sind auf der Suche nach einem Rechtsanwalt, der eine umfassende Rechtsberatung bei transparenter Kostenstruktur bietet und Sie kompetent und zuverlässig in Ihrer Rechtsfrage berät oder gerichtlich vertritt?
Dann lade ich Sie ein, mich und meine Kanzlei auf den folgenden Seiten näher kennenzulernen!

  • Verkehrsunfälle
  • Bußgeld / Ordnungswidrigkeiten

Sofortmaßnahmen bei einem Verkehrsunfall

Nach einem Verkehrsunfall sind die Beteiligten aufgeregt. Auch als Rechtsanwalt kenne ich diese Situation aus persönliche Ereignisse. Das Wichtigste ist zunächst, dass Sie sich trotz des Verkehrsunfall das richtige machen. Fahren Sie weiter, ohne dass Sie sich als Beteiligter eines Verkehrsunfalls zu erkennen zu geben, so machen Sie sich strafbar.

Als erste Maßnahme muss die Unfallstelle abgesichert werden. Hierzu schalten Sie, falls vorhanden, die Warnblinkanlage an und stellen ein Warndreieck auf.
Dann sollten Sie sich um die Verletzten kümmern und, falls es Verletzte gibt, einen Notruf absetzen. Sind Sie selbst aufgrnd des Verkehrsunfalls verletzt oder benommen, sollten Sie sich unbedingt im Krankenhaus behandeln lassen und sich den Arztbrief geben lassen. Dies ist notwendig, damit ein Schmerzensgeld erfolgreich eingefordert werden kann.

Sie sollten in der Regel die Polizei zu Hilfe holen. Dies hat den Vorteil, dass von der Polizei der Unfall aufgenommen wird und Beweise gesichert werden können. Angaben gegenüber der Polizei sollten nur mit Vorsicht erfolgen. Insbesondere sollten Sie unter keinen Umständen die Schuld an einem Unfall eingestehen.

Sie benötigen von dem Unfallgegener insbesondere folgende Informationen:

1. Name und Adresse des Fahreres
2. Name und Adresse des Halters (falls abweichend)
3. Versicherungsnummern, Name und Adresse der Versicherung
4. Unfallaktenzeichen der Polizei
5. Name und Adressen von Zeugen.


Auch sollten Sie eigene Fotots von dem Unfall anfertigen. Achten Sie darauf, dass Sie das Kennzeichen des gegnerishen Fahrzeuges aufnehmen und die ersichtlichen Beschädigungen an Ihrem und an dem gegnerischen Fahrzeug dokumentieren. Wichtig sind Übersichtsaufnahmen und Detailaufnahmen in guter Qualität. Diese Aufnahmen sollten vor der Räumung der Unfallstelle gemacht werden.

Bereits jetzt sollte die gegnerische Versicherung und die Kaskoversicherung über den Unfall informiert werden. Diese kann Ihnen ein bestimmtes Abschleppunternehmen und Mietwagenunternehmen vorschlagen. Diesen Vorschlag sollten Sie folgen, da Sie zur Schadensminderung verpflichtet sind. In der Praxis weigern sich regelmäßig Versicherungen, die Kosten für ein Abschleppunternehmen oder von einem Mietwagen zum Teil zu übernehmen. Diese Verweigerung der Übernahme des unfallbedingten Schadens wird damit begründet, dass sich das Unfallopfer hätte vorher um eine günstigeren Anbieter hätte bemühen können. Wenn Sie von Anfang an die gegnerische oder eigene Versicherung über den Unfall infomieren, wird dieser Einwand erfolgreich abgewehrt.

Wie wird der Schaden reguliert?

Die Schäden und der Schadensfall muss bei der jeweiligen Versicherung angeziegt werden. Bei einem finanzierten PKW-Kauf oder bei einem Leasingfahrzeug muss zusätzlich die Erlaubnis des (Sicherungs-) Eigentümers zur Regulierung eingeholt werden. In der Regel ist jedoch der Kreditnehmer bzw. Leasingnehmer nach dem Vertrag bereites berechtigt, im eigenen Namen und auf eigener Rechnung den Schaden zu regulieren.

Nachdem sämtliche Schäden dargelegt und ggf. nachgewiesen wurde, wird nach der Ermittlung einer Haftungsquote die Schäden durch die Versicherung ausgeglichen. Wird ein Unfallopfer nicht direkt von einem Rechtsanwalt vertreten, so ist es sehr wahrscheinlich, dass nicht sämtliche Schäden reguliert werden. Daher ist es empfehlenswert, direkt einen Rechtsanwalt mit der Regulierung des Unfallschadens zu beauftragen.

Insbesondere folgende Schäden kommen in Betracht:

- Abschleppkosten
- Behandlungskosten
- Erwerbsschaden
- Fahrkosten
- Haushaltsschaden
- Kosten des Sachverständigen
- Mehrbedarf (Gesundheit, Pflege o.ä.)
- Nebenkostenpauschalen
- Nutzungsausfall / Mietwagenkosten
- Sachschaden
- Schmerzensgeld (immaterieller Schaden)
- Rechtsanwaltsgebühren
- Ummeldegebühren

Sollte außergerichtlich nicht der gesamte Schaden durch die Versicherung übernommen werden, so ist in der Regel die Erhebung der Klage unumgänglich. In vielen Fällen bezahlt die Versicherung nach Erhebung einer Klage noch, um weitere Kosten zu vermeiden.

Finanziertes oder geleastes Fahrzeug

In der Regel ist die Unfallabwicklung bei einem finanzierten Fahrzeug problematischer, da ein Sicherungsvertrag zwischen der finanzierenden Bank und den Besitzer des finanzierten Fahrzeuges besteht. In der Regel wird vereinbart, dass das Fahrzeug sicherungsübereignet wird. Dies bedeutet juristisch, das nicht der geschädigte Eigentümer des wirkten Fahrzeuges ist, sondern die Bank. Wenn dies der Fall ist, so muss unbedingt unverzüglich mit der Bankkontakt aufgenommen werden. Sollte diese gebeten werden, den Unfall abwickeln zu dürfen. Insbesondere muss dafür gesorgt werden, dass bei einem Totalschaden der Fahrzeugbrief (Zulassungszahl zwei) bei Verkauf übersendet wird.

Bei einem geleasten Fahrzeug ist der Eigentümer des Fahrzeugs die Leasinggeberin,. Je nach Vertragsgestaltung ist der Leasingnehmer vor befugt, im Namen und auf eigene Rechnung einen Unfall abzuwickeln. Jedoch kann man sich hierauf nicht verlassen. Es gibt auf Verträge, die vorsehen, dass die Schadensabwicklung durch die Leasinggeberin erfolgt. Ist ein Fahrzeug geleast, und kommt es zum einen Unfall, so ist daher auch der erste Schritt, die Leasinggeberin über diesen Unfall zu informieren.

Weitere Informationen:

  • Abschleppkosten

    Abschleppkosten werden von einer Kaskoversicherung getragen, wenn dies bei einer Panne oder einen technischen Defekt notwendig ist. Aber auch Autoclubs, wie der ADAC oder der ACE tragen bei einer Mitgliedschaft in der Regel die Kosten. Wurde Ihr Fahrzeug unverschuldet in einen Unfall verwickelt, so trägt die gegnerische gesetzlich vorgeschriebene Kraftfahrzeugversicherung die notwendigen Abschleppkosten zum überlichen Tarif.

  • Abzug neu für alt

    Bei dem Abzug neu für alt handelt es sich um die Regelung, dass ein Geschädigter nicht nach einem Unfall oder Schadenereignisfall bessergestellt sein darf, wie zuvor. Daher nimmt die Rechtsprechung...

  • Augenblicksversagen

    Als Augenblicksversagen wird die kurze Zeitspanne bezeichnet, in der ein ansonsten selbstverständlich immer hoch konzentrierter Verkehrsteilnehmer die erforderliche Sorgfalt im Verkehr nicht beacht...

  • Betriebsgefahr

    Im Verkehrsrecht versteht man unter Betriebsgefahr eine Gefahr, die durch das Führen eines Kraftfahrzeuges entsteht. Diese allgemeine Gefahr für Dritte ist auch der Grund, warum eine Haftpflichtver...

  • KFZ - Versicherung

    Eine Haftpflichtversicherung für ein Kraftfahrzeug bzw. eines Anhängers ist gesetzlich in 1 Pflichtversicherungsgesetz geregelt. Diese Versicherung muss die Haftung des Halters, des Fahrzeugführers und des Eigentümers bezüglich Personenschäden, Sachschäden und sonstige Vermögensschäden umfassen.

  • Mitverschulden

    Das Mitverschulden ist in 254 BGB geregelt. Nach dieser Regelung muss ein Geschädigter einen Teil seines Schadens selbst tragen, wenn er den Schaden teilweise mitverursacht hat. Im Verkehrsrecht ...

  • Parkplatzunfälle

    Beim Parkplatzunfall wurde früher von der Rechtsprechung davon ausgegangen, dass sämtliche Beteiligten im gleichen Maß Schuld an dem Unfall sind. Daher wurde in der Regel die Unfallschäden geteilt....

  • Restwert

    Unter den Begriff Restwert ist der Schrottwert eines beschädigten Fahrzeugs oder eines beschädigten Gegenstandes zu verstehen. Ein solcher Schrottwert kann auch negativ ausfallen, wenn die Entsorgungs ...

  • Schadensfonds

    Der Gesetzgeber hat für mehrere Fälle Schadenfons vorgeschrieben. Diese sind öffentlich - rechtliche Anstalten. Der Entschädigungsfonds regulieren Schäden, die nicht durch eine Haftpflichtversicherung ausgeglichen werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn: 1. wenn das Fahrzeug, dass den Schaden verursacht hat, nicht ermittelt werden konnte, insbs. bei Unfallflucht 2. einer fehlenden Haftpflichtversicherung 3. vorsätzlich verursachte Unfälle (versicherungsbetrug) 4. Insolvenz einer Versicherung Für Unfälle im Ausland besteht eine Entschädigugnsstelle. Diese reguliet Schäden dann, wenn durch den Gebrauch eines Anhängers oder Kraftfahrzeuges ein Unfall im Ausland passiete und der geschädigte seinen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland hat. Diese Regulierung erfolgt, wenn innerhalb von 3 Monate keine Regulierung durch die ausländische Versicherung erfolgte oder kein Schadensregulierungsbeauftragten in Deutschland hat oder das unfallverursachende Fahrzeug bzg. die Versicherung nicht ermittelt werden konnte

  • Unfälle mit Fahrräder und E-Bikes

    Unfälle mit einem Fahrradfahrer oder eine E-Bike. Der Fahrradfahrer muss sich ein Mitverschulden an einem Unfall zurechnen lassen, wenn dieser auf den Gehweg oder auf den Fahrradweg entgegen der F...

  • Verkehrsunfall

    Das wichtigste bei einem Unfall ist, anzuhalten und einer "aufnahmebereiten" Person die Aufnahme der persönlichen Daten und der Versicherung zu ermöglichen. Fahren Sie weiter, machen Sie sich straf...

Was ist ein Bußgeldbescheid?

Der Bußgeldbescheid stellt ein vollstreckbarer Titel, vergleichbar wie ein Strafbefehl da. Dieser wird von der Bußgeldbehörde nach Anhörung des Betroffenen erlassen. Zugestellt wird dieser per Postzustellungsurkunde. Dies bedeutet, dass Sie als Betroffener einen gelben Umschlag bekommen. Auf diesen wird das Datum der Zustellung durch den Briefträger eingetragen. Dieser Umschlag ist eine Urkunde, die insbesondere hinsichtlich der Einspruchsfrist enormer Bedeutung zukommt. Rechtskräftig wird der Bußgeldbescheid erst, wenn innerhalb der Einspruchsfrist von 14 Tage kein Einspruch erfolgt. Wird diese Frist unverschuldet nicht eingehalten, so kann die Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand beantragt werden.

Der Bußgeldbescheid enthält
-die Angaben zur Person des Betroffenen und etwaiger Nebenbeteiligter,

- den Namen und die Anschrift des Verteidigers,

- die Bezeichnung der Tat, die dem Betroffenen zur Last gelegt wird, Zeit und Ort ihrer Begehung, die gesetzlichen Merkmale der Ordnungswidrigkeit und die angewendeten Bußgeldvorschriften,

-die Beweismittel,

- die Geldbuße und die Nebenfolgen, z. B. die Anordnung eines Fahrverbotes.

Der Bußgeldbescheid muss Hinweise darauf enthalten, dass
er rechtskräftig und vollstreckbar wird, wenn kein Einspruch nach § 67 OWiG eingelegt wird,
bei einem Einspruch auch eine für den Betroffenen nachteiligere Entscheidung getroffen werden kann,
der Betroffene spätestens zwei Wochen nach Rechtskraft oder einer etwa bestimmten späteren Fälligkeit (§ 18 OWiG)
die Geldbuße oder die bestimmten Teilbeträge an die zuständige Kasse zu zahlen hat oder
im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Betroffenen der Vollstreckungsbehörde (§ 92 OWiG) schriftlich oder zur Niederschrift darzutun ist, warum ihm die fristgemäße Zahlung nach seinen wirtschaftlichen Verhältnissen nicht zuzumuten ist, und
Erzwingungshaft (§ 96 OWiG) angeordnet werden kann, wenn weder gezahlt noch die Zahlungsunfähigkeit dargetan wird.

Welche Maßnahmen sind erforderlich?

Soll gegen den Bußgeldbescheid vorgegangen werden, so muss innerhalb der Einspruchsfrist von 2 Wochen der Einspruch schriftlich eingelegt werden. In der Regel wird eine Frist eingeräumt, innerhalb dieser eine Stellungsnahme abgegeben, weitere Angaben zu Entlastung gemacht oder Beweisanträge gestellt werden können. R
Stellt die Bußgeldbehörde bei ihrer Prüfung fest, dass der Einspruch berechtigt war, wird der Bescheid entsprechend abgeändert oder aufgehoben.
Wird der Bußgeldbescheid aufrechterhalten, übergibt die Behörde die Akten an die Staatsanwaltschaft. Von hieDas Zwischenverfahren ist damit beendet.

Nach dem Einspruch kommt es zu einer Gerichtsverhandlung, zu der Sie als Betroffener geladen werden. Eine Vertretung durch einen Verteidiger ist nicht vorgeschrieben, aber sinnvoll. Bereits vor dem Einlegen des Einspruches können Sie einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens beauftragen. Dieser wird Akteneinsicht beantragen, die Sie als Betroffener nicht erhalten.

Einzelne Verstöße

  • Abstandsmessung

    Die Abstandsmessung erfolgt in der Regel im Brückenabstandsmessverfahren. Auf einer Brücke über einer mehrspurigen Straße, meist einer Autobahn, wird an einem festgesetzten Ort eine Tatkamera, sowie eine allgemeine Kammera aufgebaut. Auf der Straße befinden sich in der Regel 3 geeichte Messtreifen. Aufgrund dieser Messstreifen, der geeichten Videoanlage und der Ermittlungssoftware können die Geschwindigkeiten verschiederer Fahrzeuge ermittelt werden. Auch kann ermittelt werden, wie lange ein Fahrzeug braucht, um eine bestimmte Stelle (geeichte Streifen) zu passieren. Aufgrund der Achslängen, der gemessenen Geschwindigkeit und der Zeit kann anschließend der Abstand ermittelt werden. Alternativ kann mobil der Abstand geschätzt werden. Bei einem Videofahrzeug der Polizei kann anhand des geeichten Tachos und der Straßenzeichnung ermittelt werden, welche Zeit zwischen den passieren zweier Fahrzeuge vergeht. Hieraus kann der gefahrene Abstand ermittelt werden.

  • Alkoholkontrolle

    Die relative Fahruntüchtigkeit beginnt ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille. Je nach Gewicht, Muskelanteil, Nüchternheit kann diese Grenze bereits bei einem Glas Bier oder Sekt erreicht werden. Strafbar bzw eine Ordnungswidrigkeit liegt nur dann vor, wenn zusätzlich alkoholbedingte Fahrfehler oder bestimmte Ausfallerscheinungen auf eine alkoholbedingte Fahrunsicherheit schließen lassen. Typische alkoholbedingte Fahrfehler oder Ausfallerscheinungen im Straßenverkehr sind z.B. zu schnelles oder auffällig langsames Fahren, das Fahren von Schlangenlinien, Überfahren von Fahrbahnlinien, das Schneiden von Kurven oder Fahren ohne Licht bei Dunkelheit. Sofern eine alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit festgestellt wird, kann dies als Trunkenheit im Straßenverkehr gemäß 316 StGB strafrechtlich verfolgt werden und zu einer Verurteilung sowie zu einem Entzug der Führerscheins führen.

  • Augenblicksversagen

    Als Augenblicksversagen wird die kurze Zeitspanne bezeichnet, in der ein ansonsten selbstverständlich immer hoch konzentrierter Verkehrsteilnehmer die erforderliche Sorgfalt im Verkehr nicht beacht...

  • Bußgeldbescheid

    Der Bußgeldbescheid stellt ein vollstreckbarer Titel, vergleichbar wie ein Strafbefehl da. Dieser wird von der Bußgeldbehörde nach Anhörung des Betroffenen erlassen. Zugestellt wird dieser per Post...

  • Fahrtenbuch

    Wenn der Täter einer Odnungswidrigkeit nicht ermittelt werden konnte, da der Halter des Fahrzeuges aufgrund seines Zeugnisverweigerungsrecht nicht den Fahrer gegenüber der Bußgeldbehörde angibt, ka...

  • Geschwindigkeitsverstoß

    Ein Bußgeld wegen überhöhter Geschwindigkeit wird in der Regel über eine Geschwindigkeitsüberwachungsanlage, im Volksmund auch Blitz genannt, ermittelt. Nachdem der Betroffene erwischt wurde, wird ...

  • Totsünden im Straßenverkehr

    Die sogenannten Totsünden im Straßenverkehr sind in 315c und 315 d StGB geregelt. Dies sind Fahren unter Alkoholeinfluss oder Drogen ohne in der Lage zu sein, dieses sicher zu führen oderinf...

Wir beraten insobesondere zu den Themen:

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Sollten Sie Fragen haben, so können Sie sich jederzeit an mich wenden. Einen Prozessrisikorechner finden Sie unter Links. Selbstverständlich informiere ich Sie gerne über die anfallenden Kosten. Eventuell ist die Beratung für Sie kostenneutral. Dies ist dann der Fall, wenn Sie einen Erstattungsanspruch gegenüber einer anderen Person haben. Sollten Sie rechtschutzversichert sein, so werde ich mich um die Formalitäten kümmern. Denn bei mir wird SERVICE groß geschrieben.

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Die Stadt Kaiserslautern

Kaiserslautern (pfälzisch: Lautre[2]) ist eine kreisfreie Industrie- und Universitätsstadt am nordwestlichen Rand des Pfälzerwalds im Süden von Rheinland-Pfalz. Sie ist gleichzeitig Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Kaiserslautern sowie der Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd.

Kaiserslautern war bereits zu karolingischer Zeit Königshof. Die Blütezeit der Siedlung begann Mitte des 12. Jahrhunderts, als Friedrich I. Barbarossa die um 1100 errichtete Burg zu einer Pfalz erweitern ließ. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Stadt nacheinander von Spaniern, Schweden und Kaiserlichen erobert. Im Pfälzischen und Spanischen Erbfolgekrieg besetzten Franzosen die Stadt und zerstörten die Burg Barbarossas sowie das daneben von Johann Casimir im 16. Jahrhundert erbaute Schloss. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die nun zum Königreich Bayern gehörende Stadt Mittelpunkt des Pfälzischen Aufstands; zugleich entwickelte sie sich dank zahlreichen Firmengründungen in der Textilbranche, der Metallindustrie und dem Maschinenbau neben Ludwigshafen am Rhein zum bedeutendsten Industriestandort der Pfalz.

Am 30. Juni 2018 zählte die Stadt 102.236 Einwohner;[3] sie ist damit die fünftgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz und dessen kleinste Großstadt.

Flächenmäßig ist Kaiserslautern die größte Stadt in Rheinland-Pfalz.

Die Kaiserslautern Military Community mit rund 50.000 Militärangehörigen und Zivilisten bildet den weltweit größten US-Militär-Stützpunkt außerhalb der Vereinigten Staaten. Die der Military Community angehörenden Personen, die in Kaiserslautern wohnen, werden bei der Einwohnerzahl nicht berücksichtigt.


Schachtdeckel der Guss- und Armaturwerke Kaiserslautern in der Innenstadt von Baden-Baden
Im Zukunftsatlas 2016 belegte die kreisfreie Stadt Kaiserslautern Platz 247 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“ für die Zukunft.[26]

Kaiserslautern ist noch immer eine bedeutende Industriestadt mit über 11.000 Arbeitsplätzen in der Industrie. Der bedeutendste Arbeitgeber der Region ist indes die US-amerikanische Militärgemeinde Kaiserslautern mit etwa 28.000 Arbeitsplätzen (davon 6700 deutsche Zivilbeschäftigte).

Mit der Technischen Universität als Kraftzentrum entwickelt sich Kaiserslautern aber zunehmend zu einem Wissenschaftsstandort mit dem Schwerpunkt Informationstechnik (kurz IT), wie zahlreiche Firmengründungen und -ansiedlungen der letzten Jahre zeigen. Mit der Bezeichnung Silicon Woods versucht sich Kaiserslautern an das bekannte Silicon Valley in Kalifornien anzulehnen, welches als die Geburtsstätte wichtiger IT-Unternehmen gilt. Kaiserslautern befindet sich am nördlichen Rand des Pfälzerwaldes, daher Silicon „Woods“ (Silicon: engl. Silizium, wood: Wald).[27][28]

Zu den überregional bekannten in Kaiserslautern ansässigen industriellen Traditionsunternehmen gehören die Nähmaschinenfabrik Pfaff, die Eisenwerke Kaiserslautern (heute unter dem Namen General Dynamics European Land Systems-Germany GmbH), die unter anderem militärische Schwimmfahrzeuge und Pontonbrücken produziert, die Gebr. Pfeiffer SE (Maschinen für die Zement- und Baustoffindustrie) sowie die ACO Guss GmbH (bis 1997 Guss- und Armaturwerk Kaiserslautern), die Industrie- und Bauguss herstellt, beispielsweise Kanaldeckel. Alle diese Unternehmen wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründet. Das frühere Eisenbahninstandsetzungswerk gehört heute zur schwedischen Euromaint-Gruppe.

Von der ehemals blühenden Textilindustrie ist heute nur noch die Spinnerei Lampertsmühle AG (Herstellung von Effekt- und Spezialgarnen) erhalten, andere Unternehmen wie die Kammgarnspinnerei Kaiserslautern GmbH sind in Konkurs gegangen. Wichtigste industrielle Neuansiedlung der neueren Zeit ist das Motoren- und Komponentenwerk der Adam Opel AG, auf deren Werksgelände auch die GKN Gelenkwellenwerk Kaiserslautern GmbH und das Logistikunternehmen Stute Verkehrs GmbH untergebracht sind; zur Automobilbranche gehören auch die Corning GmbH (Produktion von keramischen Katalysatorträgern) sowie die Euromaster GmbH (europaweit tätiges Reifenserviceunternehmen, Hauptsitz in Kaiserslautern). Mit der Keiper Recaro Group hat ein internationaler Hersteller von Automobil- und Flugzeugsitzen seinen Sitz in Kaiserslautern; die Tochtergesellschaft Keiper GmbH & Co. KG hat hier ihren Hauptsitz, ihr Entwicklungszentrum sowie im Stadtteil Einsiedlerhof eine Produktionsstätte (die 2010 geschlossen und nach Rockenhausen verlegt wurde).

Weitere große industrielle Arbeitgeber sind Freudenberg (Faservliesstoffe), die C.P. Schmidt GmbH & Co. KG (Verpackungen aus Pappe) sowie die Wipotec Wägetechnik GmbH (Wägesysteme für industrielle Anwendungen). In Kaiserslautern befindet sich ferner das Distributions- und Logistikzentrum für Europa von Fruit of the Loom. Zur Lebensmittelbranche gehören die Großbäckerei Barbarossa Bäckerei GmbH, die Fleischwerke Beck GmbH und ein Milchwerk der Hochwald Nahrungsmittel-Werke.

Die zur Fuchs Petrolub-Gruppe gehörende Fuchs Lubritech GmbH erweitert derzeit ihr im Gewerbegebiet Nord bestehendes Werk deutlich und will nach Beendigung der Bauarbeiten Produktion und Verwaltung aus dem benachbarten Weilerbach dorthin verlagern. Zu den größten Arbeitgebern mit über 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört das Sicherheitsunternehmen WR-Security & Bewachungs GmbH. Das älteste Unternehmen der Sicherheitsbranche in der Stadt ist die 1954 gegründete Firma Wach- und Schließgesellschaft.

Im Jahr 2017 nahm Kaiserslautern an dem Wettbewerb „Digitale Stadt“, ausgerichtet vom Digitalverband Bitkom in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB), teil.[29] Die Auszeichnung als „Digitale Stadt“ erhielt jedoch die Stadt Darmstadt. Im Nachgang zum Wettbewerb wurde in Kaiserslautern eine städtische Tochtergesellschaft, die KL.digital GmbH, gegründet. Sie soll Vorhaben der Digitalisierung in Kaiserslautern vorantreiben.[30]

Im neuen Justizzentrum am Hauptbahnhof haben das Amtsgericht und das Landgericht Kaiserslautern, das Arbeitsgericht Kaiserslautern sowie die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern ihren Sitz.